Der Torbrunnen oder der "Gulsener Wasserfall"
Ein Bericht des bekannten Aichfelder Künstlers Peter Moitzi:
Sehr weit mussten die Steinblöcke von ihrem alten Platz im Steinbruch zum "Neuen Platz" in Feistritz nicht anreisen. An dieser Stelle, richtig zusammengefügt und aufgerichtet, ergeben die fünf Blöcke das Motiv eines Steintores. Die künstlerische Absicht dieser Gestaltung versinnbildlicht den Übergang - die Schwelle - von der Talsohle des Murtales zum Mareiner-Boden und weiter zu den Seckauer Tauern. Andererseits soll der Blick durch das Tor über den Platz hinweg einerseits nach Süden zur Kirche und weiter in das Tal und andererseits nach Norden zur Bergkette von Zinken und Hochalm führen.
Der glückliche Umstand, dass es in der Gemeinde Fesitritz dieses Serpentinvorkommen gibt, hat die Formgebung des Brunnenkörpers ebenfalls beeinflusst. Und zwar insofern als die Steinkörper, wie sie die Natur in ihrer ganzen elemanteren Schönheit geschaffen hat, unbehauen verwendet wurden und nur die Innenseite des aus fünf teilen zusammengefügten Torkörpers einen geometrischen Flächencharakter ergeben.
Das weiß sprudelnde, von der Oberkante herabstürzende Wasser, bildet vor dem Hintergrund des schwarz-grünen Steines ein vergnügliches Naturschauspiel.
Diese Brunnenanlage ist mit einer Höhe von 2,70 m und einem Gewicht von ca. 10 Tonnen von nicht geringer Dimension - sie entspricht somit dem Volumen des neu angelegten Platzes. Dieser großräumige Landschaftsraum um den Ort Feistritz mit seinen weiten Horizonten verlangt - wenn man ein künstlerisches Zeichen setzt - ein monumentales Format.



