Zur Enstehung des Wappens
Als Motiv des Entwurfes wurde einer der Eisenbeschläge des Kirchentores von Feistritz gewählt. Bei den Blättern handelt es sich um Rautenblätter. Die Eisenbänder am Feistritzer Kirchentor sind eine Durchbrucharbeit durch Ausstanzen. Die Blätter sind typischer gotischer Stil.
Die 3 silbernen, schwarz unterlegten Rautenblätter ergeben, durch die Schildmitte laufend, einen sogenannten Balken.
Ein Blatt in einem Wappen steht immer als Sinnzeichen für das Leben, während der Balken Abwehr bedeutet.
Im Hinblick auf das Patrozinium der Kirche Feistritz, geweiht dem Täufer Johannes und dem Evangelisten Johannes, mußte dieser Kirche im gesamten Bereich des Knittelfelder Beckens von Anfang an eine besondere Bedeutung zugekommen sein, die bis heute noch nicht erkannt und erforscht ist (ursprüngliche Taufkirche des Knittelfelder Beckens).
Das äußerst seltene Doppelpatrozinium der beiden Johannes müßte eigentlich in einem Wappen ausgedrückt werden, was sich allerdings heraldisch kaum bewerkstelligen läßt.
Alleine das Zeichen des Evangelisten Johannes, der nimbierte Adler in der Seitenansicht, würde schon einen ganzen Schild füllen. Deshalb wurde das Blattwerk des Kirchentores als Motiv für diesen Entwurf ausgewählt, um wenigstens dadurch auf den bedeutenden Bau hinzuweisen.



